Etosha Pan

Namibias spektakulärste Landschaft

Die größte Salzpfanne Afrikas

steckt voller Leben


Kein Foto bereitet einen wirklich darauf vor. Die Etosha Pfanne erstreckt sich vor einem wie ein anderer Planet: weiß, still, scheinbar endlos.

Die Luft flimmert in der Hitze, Luftspiegelungen tanzen am Horizont, und irgendwo in dieser gleißenden Weite taucht plötzlich eine Elefantenherde auf, als wäre sie aus dem Nichts materialisiert. Man blinzelt, schaut nochmal hin, und versteht in diesem Moment, warum die Ovambo diesen Ort seit Jahrhunderten „Etosha" nennen: den großen weißen Platz. (Die Ovambo ist die größte ethnische Gruppe in Namibia, die primär im Norden des Landes und im südlichen Angola lebt)

Die Etosha Pan ist das Herzstück des gleichnamigen Etosha Nationalparks im Norden Namibias, und für viele Reisende der absolute Höhepunkt ihrer Namibia-Rundreise. Das hat gute Gründe. Hier, an den Rändern dieser "unwirtlichen Salzwüste", spielt sich täglich eines der größten Wildtierschauspiele Afrikas ab. Löwen, Elefanten, Nashörner, Giraffen und unzählige Antilopenarten versammeln sich an den Wasserlöchern rund um die Pfanne, manchmal so nah, dass man ihren Atem zu hören meint.

Was die Etosha Pan so besonders macht?
Es ist dieser scheinbare Widerspruch: Eine der "lebensfeindlichsten Landschaften des Kontinents" zieht gleichzeitig eine unglaubliche Fülle an Leben an. Die karge, salzverkrustete Fläche, die für die meisten Tiere unbewohnbar ist, wird zur Bühne. Und wer sich die Zeit nimmt, einfach zu warten und zu beobachten, erlebt hier Szenen, für die andere Reisende in anderen Parks tagelang durch die Savanne fahren müssen.

Etosha Pan, Namibia
Etosha Pan, Namibia

Was ist die Etosha Pan?

Die Etosha Pan ist eine riesige, kahle Salzpfanne, die rund 4.800 km² bedeckt und damit fast ein Viertel des gesamten Etosha-Nationalparks ausmacht. Mit einer Länge von etwa 130 km und einer Breite von bis zu 50 km ist sie die größte Salzpfanne Afrikas. Ein so markantes Merkmal, dass sie selbst aus dem Weltall sichtbar ist.

In der Sprache der Ovambo bedeutet „Etosha" so viel wie „großer weißer Platz".

Ein Name, den die ersten Europäer, Sir Francis Galton und Charles Andersson, 1851 mit Hilfe von Ovambo-Händlern kennenlernten, als sie auf diese „riesige Hohlform" stießen. Vor etwa 16.000 Jahren, als die Eiskappen der Nordhalbkugel schmolzen, füllte sich der Etosha-See während einer feuchten Klimaphase in Südafrika wieder. Heute besteht die Pfanne jedoch überwiegend aus trockenem Ton, der beim Austrocknen in charakteristische Sechseckmuster zerbricht. Es wird angenommen, dass einst der Kunene-Fluss aus Angola den See speiste, doch tektonische Plattenbewegungen ließen ihn seinen Kurs ändern. In besonders regenreichen Jahren verwandelt sich die Etosha Pan in einen flachen See von etwa zehn Zentimetern Tiefe und wird zum Brutplatz für Flamingos, die zu Tausenden einfallen, sowie für große weiße Pelikane. QUELLE www.wikipedia.de

Folklore

Die Ovambo-Legende erzählt eine romantischere Geschichte der Entstehung: Ein Dorf wurde überfallen und alle Bewohner getötet, bis auf eine Frau. Vor Trauer um ihre Familie weinte sie so lange, bis ihre Tränen einen riesigen See bildeten, der schließlich austrocknete und die weiße Pfanne hinterließ. QUELLE www.etoshanationalpark.org

Giraffen am Wasserloch in Okaukuejo, Etosha Pan, Namibia
Wasserloch in Okaukuejo, Etosha Pan, Namibia

Tierwelt der Etosha Pan

Die größte Salzpfanne Afrikas steckt voller Leben

Die Etosha Pan selbst ist für die meisten Tiere lebensfeindlich. Zu salzig, zu heiß, zu karg. Doch genau diese Unwirtlichkeit macht sie zu einer der besten Wildbeobachtungsdestinationen der Welt: Rund um die Pfanne sammeln sich die Tiere an den wenigen Wasserlöchern und bieten dabei Szenen, die man so nirgendwo sonst erlebt. Im busch- und graslandreichen Umfeld der Pfanne finden sich 114 Säugetierarten, 340 Vogelarten, 110 Reptilienarten und 16 Amphibienarten. Dazu zählen große Herden von Zebras, Springböcken, Streifengnus, Oryxantilopen, Elefanten, Löwen, Leoparden und (zur Überraschung vieler Besucher) auch Giraffen. QUELLE www.saramsar.com

Besonders bekannt ist Etosha für seine Nashörner: Während das Spitzmaulnashorn in ganz Afrika vom Aussterben bedroht ist, gedeiht hier eine robuste, an das Wüstenklima angepasste Population. Das Wasserloch bei Okaukuejo etwa ist nachts beleuchtet und wird fast täglich von Nashörnern, Elefanten und Löwen besucht. QUELLE www.responsiblevacation.com

Das einzige große Tier, das regelmäßig auf dem Pfannengrund selbst lebt, ist der Strauß. Er nistet mehrere Kilometer weit im Inneren der Pfanne, wo kaum ein Raubtier folgt. In besonders nassen Jahren wurden bis zu 1,1 Millionen Flamingos auf der Pfanne gezählt. Dann verwandelt sich die weiße Fläche in ein rosafarbenes Meer. Ein Naturschauspiel von unvergleichlicher Schönheit.

Anreise


Der Etosha-Nationalpark liegt im Norden Namibias, etwa 400 Kilometer von der Hauptstadt Windhoek entfernt.
Mit dem Auto benötigt man je nach Eingangstor zwischen vier und sechs Stunden.

Süden

Anreise über Anderson Gate

Das beliebteste und meistgenutzte Tor liegt im Süden, in der Nähe von Okaukuejo.

Die meisten Besucher, die von Windhoek aus anreisen, betreten den Park durch dieses Tor. Die Straße ist durchgehend asphaltiert.

Osten

Anreise über Lindequist Gate

Auf der östlichen Route liegt Etosha 553 km nördlich von Windhoek.

Über Otjiwarongo und Tsumeb zum Lindequist Gate, dann zum Namutoni-Restcamp, etwa 11 km innerhalb des Parks. Die Straße ist durchgehend asphaltiert.

Westen

Anreise über Galton Gate

Das Galton Gate im Westen des Parks ist seit 2014 für Besucher geöffnet und eignet sich besonders, wenn man den Besuch der Skeleton Coast mit der Safari im Etosha verbinden möchte.

Norden

Anreise über King Nehale Gate

Das nördlichste Tor, ideal für Reisende aus der Oshakati- und Ondangwa-Region oder als Ausfahrt nach einer Durchquerung des Parks.

Flamingoherde in der Etosha Pan, Namibia
Elefant in der Etosha Pan, Namibia

Beste Reisezeit

Die Etosha Pan ist kein Reiseziel, das zu jeder Jahreszeit gleich aussieht. Im Gegenteil: Je nachdem, wann man kommt, erlebt man eine komplett andere Landschaft und beide haben ihren eigenen, unverwechselbaren Reiz.

In der Trockenzeit, von etwa Mai bis Oktober, zeigt sich die Pan von ihrer ikonischsten Seite. Die Salzfläche liegt knochentrocken und gleißend weiß in der Sonne, die Vegetation ist karg, und genau deshalb ist die Wildbeobachtung in dieser Zeit so außergewöhnlich gut. Die Tiere haben schlicht keine andere Wahl: Sie müssen zu den Wasserlöchern. Wer sich also an einem dieser Löcher postiert, am besten mit etwas Geduld und einem kühlen Getränk, wird fast garantiert belohnt. Elefanten, Nashörner, Löwen, Zebras: Sie alle kommen irgendwann. Man muss nur warten.

Die Regenzeit von November bis April verwandelt die Pan in eine völlig andere Welt. Aus der weißen Salzwüste wird in guten Jahren ein flacher, schimmernder See, und mit dem Wasser kommen die Flamingos. Hunderttausende von ihnen färben die Pfanne rosa, ein Anblick, der sich ins Gedächtnis brennt. Das Gras ist grün, die Landschaft wirkt fast unwirklich üppig für Namibia, und die Tierbabys der Saison machen jede Safari zu einem besonders lebendigen Erlebnis.

Wer zum ersten Mal auf einer Mietwagenreise durch Namibia reist und vor allem auf Wildbeobachtung aus ist, dem empfehlen wir die Trockenzeit. Wer die Pan in ihrer surrealen, fast mystischen Schönheit erleben möchte, und vielleicht das Glück hat, die Flamingos zu erwischen, sollte die Regenzeit nicht ausschließen.

Wissenswertes

Rund um die Etosha-Pan


Was kostet der Eintritt in den Etosha-Nationalpark?
Das Ticket wird direkt an einem der vier Eingänge gekauft und gilt für einen Tag. Es kostet 150 NAD pro Person und 50 NAD pro Fahrzeug – also 350 NAD für zwei Personen mit Auto pro Tag. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren zahlen keinen Eintritt. Umgerechnet sind das für zwei Erwachsene mit Auto etwa 18–20 Euro – ein sehr fairer Preis für eines der spektakulärsten Wildtierreservate Afrikas. Da sich Wechselkurse und Preise ändern können, empfehlen wir, die aktuellen Gebühren vor der Reise auf der Seite von Namibia Wildlife Resorts zu prüfen. QUELLE nwr.com.na

Wann sind die Parktore geöffnet?
Alle Tore sind nur zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang geöffnet. Besucher müssen ihre Tagesplanung entsprechend ausrichten und sicherstellen, dass sie rechtzeitig vor Sonnenuntergang ihr Camp erreichen. Das klingt streng, hat aber einen guten Grund: Nachts gehört der Park den Tieren. Wer im Park übernachtet, profitiert davon: die beleuchteten Wasserlöcher der Camps sind dann oft der beste „Zuschauerrang" des Abends. QUELLE www.siyabona.com

Brauche ich ein Allrad-Fahrzeug?
Der Etosha-Nationalpark ist mit einem normalen PKW erreichbar. Die Restcamps bieten Unterkünfte, Restaurants, Aussichtsdecks, Shops und Tankstellen. Die Hauptpisten im Park sind in der Trockenzeit gut befahrbar. Wer allerdings auch abgelegenere Wasserlöcher oder den westlichen Parkteil rund um das Dolomite Camp erkunden möchte, ist mit einem Allradfahrzeug deutlich flexibler.

Muss ich mich gegen Malaria schützen?
Ja. das ist eine der wichtigsten Fragen für Namibia Reisen. Für den Etosha-Nationalpark besteht ein mittleres Malariarisiko, das je nach Jahreszeit variiert. In den Wintermonaten von Juli bis Oktober ist das Risiko am geringsten, in der Regenzeit von November bis April am höchsten. QUELLE www.tropen-reisemedizin.de Obwohl die Wintermonate nahezu malariafrei sind, raten die meisten internationalen Gesundheitsorganisationen dazu, zwischen November und Juni eine Prophylaxe einzunehmen. Wir empfehlen dringend, vor der Reise einen Hausarzt oder Tropenmediziner aufzusuchen (am besten sechs Wochen vor Abreise).

Muss ich Unterkünfte im Park vorher buchen?
Unbedingt. Die Plätze in den Camps sind sehr begehrt und schnell ausgebucht, eine Vorausbuchung ist daher dringend empfohlen. Besonders die Camps Okaukuejo und Olifantsrus sind in der Hauptsaison von Juli bis Oktober oft bereits ein Jahr im Voraus ausgebucht.

Darf ich den Park als Selbstfahrer erkunden?
Ja – und genau das macht Etosha so besonders. Der Park hat ein gut ausgebautes Netz markierter Routen zu den Camps und Wasserlöchern für eine Selbstfahrer-Safari in Namibia.

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